Komplexe Wahrnehmung und moderner Städtebau

Paul Hofer, Bernhard Hoesli und ihre Konzeption der «dialogischen Stadt»

«diese alt-neue Idee einer zwar nicht-antiken, aber vielleicht gleichwohl griechisch-platonischen, weil dialogischen Stadt» Paul Hofer, 1979

 

 

Titelinformation

Tom Steinert

1. Auflage

, 2014

Gebunden

584 Seiten, 21 farbige und 90 sw Abbildungen

22.5 x 31.5 cm

ISBN 978-3-906027-44-9

Inhalt

Mit der Konzeption der «dialogischen Stadt» stellten Paul Hofer und Bernhard Hoesli Ende der Siebzigerjahre der modernen Stadtplanung das Angebot einer komplexen räumlich-visuellen Wahrnehmung gegenüber. Es ging darum, die ästhetische Verarmung der Nachkriegsmoderne zu überwinden. Zugleich war die «dialogische Stadt» eine Alternative zur Postmoderne. Sie wurde vor 35 Jahren an der ETH Zürich konzipiert, bleibt aber eine fortwährende Aufforderung an die Architektenausbildung, die Politik und den Städtebau. Denn nur langfristig lebenswerte Städte können auch «nachhaltig» sein.

Das Buch legt die Ideengeschichte der «dialogischen Stadt» und die vielfältigen von Hofer und Hoesli verarbeiteten Grundlagen offen, welche über fast ein Jahrhundert zurückreichen. Damit ist das Buch die erste intellektuelle Biografie des Kunst- und Städtebauhistorikers Paul Hofer (1909–1995) und des Architekten Bernhard Hoesli (1923–1984).

Autoren & Herausgeber

Tom Steinert

 (*1978), wissenschaftlicher Mitarbeiter für Architekturtheorie an der Technischen Universität Berlin. Studium der Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Auszeichnung mit dem Wolfgang-Metzger-Preis 2013 und dem Theodor-Fischer-Preis 2013 für seine Dissertation.

Echo

«Tom Steinert liefert gründliche Arbeit. Er will nicht bloss die Geschichte des Jahreskurses schreiben, er will sie aus der intellektuellen Biografie der beiden Beteiligten erklären. Er gräbt in die Tiefe. […] Steinert hat kein Buch nach dem Prinzip ‹Leben und Werk› geschrieben, sondern einen Bildungsroman auf Akademisch. Es ist auch ein Spiegel der Entwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.» Benedikt Loderer, Hochparterre

 

«Von dort oder von anderer Stelle wird sich der Leser selbst das gut edierte Buch mit seinem unerschöpflichen Reichtum an Hinweisen und Querverweisen und den Gesamtzusammenhang erarbeiten. Alles in allem verlangt das eine intellektuelle Anstrengung höchsten Grades, die sich aber lohnt und viel Gewinn verspricht!» Dieter-J. Mehlhorn, Planerin