Franz Kiener – Eine Ordnung als Anfang

Ein wichtiger Vertreter der Nachkriegsmoderne, der die österreichische Architekturlandschaft während 60 Jahren massgeblich mitgebaut hat

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Ingrid Holzschuh

1. Auflage

, 2016

Gebunden

272 Seiten, 113 farbige und 320 sw Abbildungen und Pläne

24 x 29 cm

ISBN 978-3-03860-016-9

Inhalt

Der 1926 geborene Wiener Architekt Franz Kiener zählt zu jener österreichischen Architektengeneration, die von Clemens Holzmeister ausgebildet wurde und im neuen Geist der Nachkriegsmoderne ihre architektonische Haltung fand. Seine Bauten sind – beeinflusst von Konrad Wachsmann – geprägt von Themen wie Planen im Raster, modulare Ordnungssysteme und Vorfertigung. Aus Kieners Werk ragen das gemeinsam mit Wilhelm Hubatsch und Gustav Peichl in der Wiener Südstadt errichtete Verwaltungsgebäude der EVN (1963) oder die mit Ferdinand Kitt gebaute Modellschule in Tirol (1970) hervor. Beginnend mit der Sanierung des Karl-Marx-Hofs in Wien (1989) beschäftigte er sich auch eingehend mit dem Thema Stadterneuerung. Eine Vielzahl an Einfamilienhäusern spiegelt seinen erfolgreich geführten Dialog mit Bauherren wider.

Diese erste monografische Publikation über Franz Kiener stellt sein Leben und Werk umfassend dar. Reich mit Abbildungen und Plänen illustrierte Texte mehrerer renommierter Autorinnen und Autoren werden ergänzt durch persönliche Notizen des Architekten, der so den Leser gleichsam persönlich durch sein Schaffen über 60 Jahre begleitet.

Autoren & Herausgeber

Friedrich Achleitner

 (*1930) ist Schriftsteller und Architekturkritiker und Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Er gehörte der Schriftstellervereinigung Wiener Gruppe an und veröffentlichte neben Fachliteratur auch mehrere bellestristische Bücher.

Christoph Hölz

(* 1962) studierte Architektur und Kunstgeschichte an den Universitäten in München und Wien und ist seit 2004 im Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck tätig. 1988–2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und am Architekturmuseum der TU München. Veröffentlichungen zur Kunst- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Ingrid Holzschuh

, seit 2010 freie Kunsthistorikerin und selbstständige Ausstellungskuratorin sowie Museumsberaterin. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkt: Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts mit Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus.

Franziska Leeb

 (* 1968) studierte der Kunstgeschichte in Wien und Innsbruck und lebt als freiberuflich tätige Architekturpublizistin und -vermittlerin in Wien. Seit 2006 ist sie Architekturkritikerin für das Spectrum der Tageszeitung Die Presse, seit 2015 zudem Chefredakteurin der Zeitschrift KONstruktiv.

Bruno Madloner

 ist ausgebildeter Architekt und Bildhauer. Seit 1988 ist er im öffentlichen Dienst im Bereich Denkmalpflege tätig und lehrt an verschiedenen Universitäten.

Sabine Plakolm-Forsthuber

 (* 1959) studierte Kunstgeschichte und Italienisch an den Universiäten Wien und Perugia. Zahlreiche Publikationen zur österreichischen Kunst und Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Monika Platzer

 studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und ist seit 1998 als Kuratorin mit österreichische Architektur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts im Architekturzentrum Wien Az W tätig. Daneben lehrt sie an der Universität Wien und an der Technischen Universität Wien. 2014 war sie Visiting Scholar am Center for European Studies der Harvard University.

Georg Rigele

 (* 1960) ist lebt und arbeitet als Historiker, Unternehmensarchivar und Ausstellungskurator in Wien.