Gerhard Hanappi

Fußballer – Architekt

Ein vielschichtiges Porträt der österreichischen Fussballlegende, eine Würdigung seiner Arbeit als Architekt, die Dokumentation eines stadtkulturellen Milieus

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Christoph Lechner, Katalin Hannapi, Roman Horak und Matthias Marschik

1. Auflage

, 2019

Gebunden

264 Seiten, 173 farbige und 8 sw Abbildungen

21 x 23.5 cm

ISBN 978-3-03860-047-3

Inhalt

Gerhard Hanappi (1929–1980) ist nicht nur eine österreichische Fussballikone, sondern war auch Architekt. Mit Ausnahme seines Hauptwerks, des 2014 abgerissenen Gerhard-Hanappi-Stadions in Wien-Hütteldorf, ist sein architektonisches Schaffen jedoch kaum bekannt.

Dieses Buch, gestaltet von Peter Duniecki, betrachtet nun erstmals Leben und Werk des Ausnahmetalents umfassend. Beleuchtet werden einerseits seine Laufbahn als Fussballer und Architekt und sein sozialer Aufstieg im Österreich der Nachkriegszeit. Zum anderen werden der kulturhistorische Hintergrund und die stadtspezifischen Konnotationen zwischen den Wiener Bezirken Meidling und Hütteldorf untersucht, die Hanappis Leben entscheidend prägten. Das Buch offeriert so einen vielseitigen Blick auf die Persönlichkeit Gerhard Hanappis und die biografische und inhaltliche Schnittmenge seiner beiden Professionen.

Neben einer umfangreichen fotografischen Dokumentation des erst 1981 nach seinem Erbauer benannten Wiener Weststadions von Wolfgang Thaler präsentiert die Monografie historische Fotos aus dem Familienarchiv sowie reiches Bild- und Planmaterial zu seinen Bauten. Die Textbeiträge stammen von Bernhard Hachleitner, Hardy Hanappi, Katalin Hanappi, Michael Hanappi, Ingrid Holzschuh, Roman Horak, Domenico Jacono, Christoph Lechner, Matthias Marschik, Lina Morawetz und Andreas Weigl.

Autoren & Herausgeber

Bernhard Hachleitner

 ist Historiker und Kurator. Er forscht zu Populärkultur und ihren urbanen Räumen und schrieb seine Dissertation über das Wiener Praterstadion.

Hardy Hanappi

, Studium der Architektur und Wirtschaftsinformatik, Doktorat der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien. Er ist Professor an der TU Wien und Jean-Monnet-Professor der EU.

Katalin Hanappi

 arbeitet seit ihrem 13. Lebensjahr für Film- und Fernsehen. Sie war Jugendmoderatorin des ORF und ist heute als Regisseurin von Fernsehdokumentarfilmen tätig. Sie ist die Enkelin von Gerhard Hanappi.

Michael Hanappi

 war Fussballer bei Rapid Wien und Austria Wien. 1980 bis 2003 in der Werbebranche tätig, 2003 bis 2005 AWT Handelsgesellschaft, seit 2005 Hausinhabung und Hausverwaltung.

Ingrid Holzschuh

, seit 2010 freie Kunsthistorikerin und selbstständige Ausstellungskuratorin sowie Museumsberaterin. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkt: Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts mit Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus.

Roman Horak

 ist Kulturwissenschaftler und Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seine Arbeitsschwerpunkte sind urbane Kulturen, Jugendkultur, Cultural Studies, Populärkultur und Ethnografie.

Domenico Jacono

, ehemaliger Kurator des «Rapideum» (Museum des SK Rapid) und Mitglied von «Ultras Rapid Block West 1988», lebt und arbeitet als Antiquar, Übersetzer für rumänische Literatur und Kulturpublizistik mit dem Schwerpunkt Fussballgeschichte in Wien.

Christoph Lechner

 ist Architekt und führt in Wien das Architekturbüros Christoph Lechner & Partner (bis 2013 Peichl & Partner). Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Harvard University.

Matthias Marschik

 hat Psychologie und Philosophie studiert und umfangreich zum Thema Alltagskulturen, insbesondere über Sport, publiziert.

Lina Morawetz

 ist freie Autorin, Essayistin und Übersetzerin. Sie hat am Goldsmiths College in London, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert.

Andreas Weigl

 ist Vorsitzender des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung und Privatdozent am Institut für Wirtschafts- udn Sozialgeschichte der Universität Wien.