Die Bergstadt

Die Bergstadt

Eine Fiktion

Die Bergstadt: Ein Gegenstück zur hegemonialen «Talstadt» und eine Gelegenheit zur Veränderung der Perspektive

 

 

Titelinformation

Gunther Wawrik. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Eva Guttmann, Gabriele Kaiser, Claudia Mazanek

1. Auflage

, 2020

Broschiert

112 Seiten, 46 farbige und 21 Abbildungen

16 x 24 cm

ISBN 978-3-03860-206-4

Inhalt

Die Bergstadt ist eine autobiografisch geprägte städtebauliche Fiktion des österreichischen Architekten Gunther Wawrik, die konkrete Erfahrungen vom Leben auf der Anhöhe und entwerferische Freiheit bündelt. Wawrik manifestiert die Fiktion in Szenen unterschiedlicher Detailliertheit – von Texten über rasche Skizzen bis zu Plandarstellungen und einem Modell im Massstab 1:2000. Der spielerische Entwurf für eine in die Zukunft gerichtete Stadt liegt nicht im Tal, am Fluss oder an der Wegkreuzung, sondern legt sich über einen Berg oder einen Hügel. Die herausragende Qualität für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bergstadt ist der weite Blick – ein wiederkehrender Topos in Gunther Wawriks Werk.
Ohne Vorgaben erdacht, ist die Bergstadt eine profunde gedankliche Lockerungsübung und steht für ein generalistisches Verständnis des ArchitektInnenberufs ebenso wie für die Bedeutung von konzeptueller Fantasie und Neugierde. In diesem Sinne ist die Bergstadt auch als deutliche, leichtfüssig vorgebrachte Kritik am kapitalgesteuerten städtebaulichen Wildwuchs der Gegenwart zu verstehen.

 


Gunther Wawrik, geboren 1930 in Salzburg, führt seit 1961 ein eigenes Büro in Wien. 1985–1996 lehrte er als Professor für Entwerfen, Baukonstruktion und Städtebau an der Fachhochschule München. Zahlreiche Realisierungen in Österreich und Deutschland, seit 2000 vor allem Um- und Weiterbauten.

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