The New Design Museum versammelt Theorien und Stimmen führender internationaler Institutionen und unabhängiger Initiativen zur sich ständig wandelnden Natur von Design im 21. Jahrhundert und seinem Wirkungsbereich in praktischer und diskursiver Hinsicht. Sie bilden neue institutionelle Praktiken auf allen Kontinenten ab und zeigen auf, wie dem Design – und der Architektur – gewidmete Kultureinrichtungen der Transformation bedürfen, sei es in Bezug auf ihre jeweilige Mission, ihr Programm oder Vermittlungsplattformen. Es gilt, auf sich ständig erweiternde Sichtweisen auf Design zu reagieren und dessen traditionelle, vor allem objektbasierte Präsentation durch neue Formen der Vermittlung ebenso zu erweitern.
Essays von Beatrice Leanza, 15 Interviews mit führenden Kurator:innen sowie 17 Fallstudien unabhängige Organisationen und Plattformen vertiefen und belegen diesen Paradigmenwechsel in der öffentlichen und professionellen Auseinandersetzung mit Design. Zu Wort kommen unter anderem Carson Chan (MoMA, New York), Ikko Yokoyama (M+ Museum, Hongkong), Aric Chen (Nieuwe Instituut, Rotterdam), Giovanna Borasi (Canadian Centre for Architecture, Montreal) und Lucia Pietroiusti (Serpentine Gallery, London). Die Fallstudien widmen sich beispielsweise The World Around (Brooklyn, NY), African Futures Institute (Accra), Cultures of Assembly (Luxemburg), Loudreaders, Instituto A Gente Transforma (São Paolo) oder der Fundación Organizmo (Kolumbien). Diese erforschen globale, der Dekolonisierung und dem Aufbrechen herkömmlicher Gender-Kategorien verpflichtete sowie auf maschinell generiertem, ökologischem und indigenem Wissen basierende Designparktiken und stellen neue Modelle der Weiterentwicklung und Kollaboration für Design-Institutionen vor.